Anna Katharina Emmerich und Anna Maria Taigi

Selige Anna Katharina Emmerich (1774 bis 1824)
Vorbemerkung:
Anna Katharina Emmerich (Emmerick), stigmatisierte Augustinernonne, zu Flamske bei Coesfeld als armes Bauernkind, erhielt 1802 Aufnahme in das Kloster Agnetenberg in Dülmen, lebte nach dessen Aufhebung seit 1812 dort in einer Privatwohnung und starb ebd. 9.2.1824.
Von Kindheit an besonders begnadet, führte sie ein inniges Glaubens- und Gebetsleben. Schon vor ihrem Klostereintritt empfing sie die Schmerzen der Dornenkrone, 1808/09 die inneren Schmerzen der übrigen Wunden des Herrn und Spätjahr 1812 auch die äußere Ausprägung der Wundmale. Nach dem Bekanntwerden ihrer Stigmatisation 1813 hatte sie durch Verdächtigungen und peinliche Untersuchungen seitens der geistlichen und weltlichen Behörde viel zu leiden.
Ein reiches Akten- und Zeugenmaterial stellt ihre Wundmale und anderen außerordentlichen Gaben außer Zweifel und gibt darüber viel Licht. Ihre Sühneleiden, Übernahme fremder Krankheiten, Herzenskunde und Kenntnis verborgener Dinge zeigen sie groß in der Gottes- und Nächstenliebe; das für alle Not offene Auge und Herz und die für die Armen allzeit rührige Hand gewannen ihr die Liebe und Verehrung der kleinen Leute, ihre sinnfällige Zeichen das Interesse der wissenschaftlichen Welt.
Wie schon im Leben zeichnete sie Gott nach ihrem Tod durch wunderbare Gebetserhörungen aus.
Über alle Länder bekannt sind ihre von Clemens Brentano aufgezeichneten Visionen.
(aus: Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. III, 1931, Sp. 60/661)
Beiträge:
– Papst Pius VII in großer Bedrängnis
– Das Bild von zwei Kirchen und 2 Päpsten
– Drohendes Unheil kommt über Rom
– Drohendes Unheil kommt über Rom

Selige Anna Maria Taigi (1769 bis 1837)
Vorbemerkung:
Anna Maria Taigi, Tochter des verarmten ApothekersGiannetti, seit 1775 in Rom, heiratete 1789 einen Diener der fürstlichen Familie Chigi, dem sie 7 Kinder schenkte, wurde 1790 (weltliche) Terziarin des Trinitarierordens.
Das vollendete Vorbild der christlichen Gattin und Mutter, führte ein strenges Buß- und ein heroisches Sühneleben für die Anliegen der Kirche und die Bekehrung der Sünder, stieg, durch seelische und körperliche Leiden, Verleumdungen und teuflische Anfechtungen gereift, zu höchster Tugend hinan, hatte häufig Ekstasen und übernatürliche Erleuchtungen und sah während 47 Jahren in einer vor ihr schwebenden geheimnisvollen Sonne Gegenwärtiges und Entferntes, Vergangenes und Zukünftiges, den Zustand der Gewissen und das Meer der Gott ständig zugefügten Beleidigungen; von vielen Großen der Welt und der Kirche um Rat oder Gebet angegangen.
1855 wurde ihr Leib (noch unverwest) in die Kirche Santa Maria della Pace, 1865 nach San Crisogono in Trastevere übertragen. 30.5.1920 seliggesprochen. (aus: Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. IX, 1937, Sp. 977)
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Bildquellen
- anna-katharina-emmerich-1: © https://wahrerglaube.info
- kirchgessner-anna-maria-taigi: © https://wahrerglaube.info