Über Papsttum und Freimaurerei

Ernest Jouin (1844–1932), französischer Priester, Autor von 'Papsttum und Freimaurerei'

Papsttum und Freimaurerei

Rede von Monsignore Jouin,
8. Dezember 1930

„Lasst uns sogar den Gedanken aufgeben, Christen zu sein, wenn wir schon vor den Drohungen und Fallen der Perversen zittern.“ (Papst Clemens XI.)

VORWORT

Die bewusst geplante Verschmelzung von Christentum und talmudischem Judentum (dem Ursprung der Freimaurerei und verwandter Geheimbünde) mit ihrem rasanten Vormarsch zur vollständigen Auslöschung des Christentums ist für informierte und engagierte Katholiken so alarmierend, dass die dringende Notwendigkeit besteht, die bedeutende Rede von Monsignore Jouin nachzudrucken und unter den Gläubigen zu verbreiten.

Der gelehrte Monsignore Jouin, Gründer der „Revue International des Societies Secretes“ und weltweit anerkannte Experte für jüdische Geschichte und Ziele, wusste um die Notwendigkeit, diese Tatsachen zur Verteidigung des Christentums offenzulegen. So zeigte er in all seinen Meisterwerken die jüdisch-freimaurerische Gefahr für das Christentum auf und bekräftigte die göttliche Stimme der Päpste, um schlafende Katholiken zu erwecken.

Der Vatikan lobte ihn für dieses aufklärerische Werk bereits am 20. Juni 1919 in einem von Kardinalstaatssekretär Kardinal Gasparri unterzeichneten Schreiben und erteilte ihm den Apostolischen Segen. (Das Schreiben ist auf Seite 30 vollständig abgedruckt.)

Die hier wiedergegebene Rede von Msgr. Jouin gewinnt angesichts des aktuellen Andrangs von Priestern und Ordensleuten, die nur allzu bereit sind, Auszeichnungen, Zuschüsse und politische Vergünstigungen im Namen der „jüdisch-freimaurerischen Brüderlichkeit“ anzunehmen, eine neue Bedeutung. Die wachen Laien können nicht länger zu der Häresie des Interreligiosismus (einschließlich des „Judeo-Christentums“) schweigen, die unter Missachtung der oft wiederholten, unfehlbaren Enzykliken unserer großen Päpste betrieben wird.

Papst Clemens XII. erteilt die päpstliche Anweisung in unmissverständlichen Worten, die selbst für Uninformierte nicht misszuverstehen sind:

Wir haben beschlossen und angeordnet, solche Gesellschaften, Versammlungen, Zusammenkünfte, Konvente, Vereinigungen oder Treffen zu verurteilen und zu verbieten, seien sie nun als freimaurerisch bezeichnet oder unter einer anderen Bezeichnung bekannt. WIR VERURTEILEN UND VERBIETEN SIE MIT DIESER UNSERER GEGENWÄRTIGEN KONSTITUTION, DIE ALS FÜR IMMER GÜLTIG ZU BETRACHTEN IST.

Papsttum und Freimaurerei – das sind die beiden Mächte, die weltweit wirken und von denen jede danach strebt, die Welt zu beherrschen. Der Ausgang des Kampfes zwischen ihnen ist im gegenwärtigen Augenblick von größter Bedeutung; denn wir stehen nicht nur an einem historischen Wendepunkt, sondern auch vor einer radikalen Wandlung der Menschheit selbst. ENTWEDER WIRD UNS DER RÖMISCH-KATHOLISCHE GLAUBE WIEDER AUF DIE STUFE DER CHRISTLICHEN ZIVILISATION HEBEN, ODER ABER DIE JÜDISCHE FREIMAURER-BEWEGUNG WIRD UNS AUF DEN WEG DER BARBAREI UND DES DEKADENTEN HEIDENTUMS HINABZIEHEN. Die ganze Welt schwankt zwischen diesen beiden Polen: Christentum und Heidentum. Am 8. Dezember 1892 schrieb Papst Leo XIII. an die italienische Bischofshierarchie:

Es ist notwendig, die Freimaurerei mit jenen Waffen des göttlichen Glaubens zu bekämpfen, die in vergangenen Zeitaltern das Heidentum besiegt haben.

Überdies sind sich sowohl das Papsttum als auch die Judäo-Freimaurerei der diametral entgegengesetzten Rollen, die sie spielen, vollauf bewusst; sie gehen davon aus, dass aus diesem Gegensatz die politische, wirtschaftliche, geistige und religiöse Zukunft sowohl der Einzelnen als auch der Nationen hervorgehen muss. Dies ist eine Tatsache, und der beste Beweis dafür ist ihre unüberbrückbare Feindschaft gegeneinander.

Was ist die Judäo-Freimaurerei heute anderes als die Konzentration und Mobilisierung aller bösen Mächte? Diese Sekte, die den dreifachen Anspruch erhebt, GEGENKIRCHE (gegen die Kirche), GEGENSTAAT (gegen den Staat) und GEGENMORAL (gegen die überlieferte Moral) zu sein, ist stolz darauf, vor allem und für alle Zeiten der Feind der katholischen Kirche zu sein; einer ihrer Schlachtrufe stammt von Tigrotto, einem der Anführer der „Alta Vendita“, der 1822 verkündete:

„DER KATHOLIZISMUS MUSS AUF DER GANZEN WELT ZERSTÖRT WERDEN“

Bei Tigrotto kommt der antikatholische Plan zudem in folgenden Worten zum Ausdruck:

„VERSCHWÖREN WIR UNS NUR GEGEN ROM“

Kommt dies nicht auf identische Weise in der deutschen Parole „Los von Rom“ oder im englischen „No Popery“ (Weg mit dem Papsttum) zum Ausdruck?

Monseigneur Gay, dem vom Vatikanischen Konzil die Aufgabe übertragen worden war, ein „Memorandum über Geheimgesellschaften“ zu verfassen, gab folgende treffende Definition der Freimaurerei:

„Es ist offensichtlich, dass die Lehre der Freimaurerei im Allgemeinen nicht bloß eine Häresie darstellt – ja nicht einmal nur die Gesamtheit aller Häresien, die in ihr eine Zuflucht finden; vielmehr überschreitet die Freimaurerei die Grenzen dessen, was man üblicherweise unter dem Begriff ‚Häresie‘ versteht, denn sie räumt der Begehung ungeheuerlicher Perversionen freien Lauf ein. Die Freimaurerei ist wahrlich der Abgrund aller Irrtümer, der Quell des Verderbens.“

Dieser Abgrund aller Irrtümer (*Abyssus Errorum*) wird zu Recht mit dem „Abgrund des Brunnens“ verglichen, der in der Offenbarung des Johannes (Offb 9,1–3: *abyssus putei*) erwähnt wird und dessen Ausdünstungen das Sonnenlicht verdunkeln und die Luft vergiften. Es ist jene verfluchte Sekte, deren Perversion Papst Pius IX. anprangerte, als er sie als „die Synagoge Satans“ bezeichnete.

Aufgrund ihrer enormen Ausbreitung und ihrer heutzutage offenkundigen Kollusion mit dem internationalen jüdischen Finanzwesen ist die Freimaurerei tatsächlich zur „Synagoge Satans“ geworden. Als solche stellte sie die Mittel für die Russische Revolution bereit und etablierte das neue System in Moskau; sie trug den Kommunismus von Ost nach West, übernahm die Führung in Staaten – in deren Regierungen, Verwaltungsbehörden oder Ministerien sowie in deren Parlamenten – und entwickelte sich folglich zu einer solchen Weltmacht, dass es für jeden scharfsinnigen Beobachter so scheint, als gäbe es heute auf Erden nur zwei Großmächte: nämlich das Judäo-Freimaurertum im Dienste des Weltjudentums und die Kirche in den Händen des Nachfolgers Petri.

Diese beiden Mächte befinden sich im Krieg miteinander, stehen sich wie in einem endlosen Duell gegenüber, wie es die Inschrift des Freimaurer-Großorients und des Obersten Rates von Frankreich unmissverständlich zum Ausdruck bringt:

„Der Kampf zwischen Katholizismus und Freimaurerei ist ein Kampf auf Leben und Tod – unaufhörlich und erbarmungslos.“ (Bulletin des Grand Orient de France, S. 183, 1892, und im Memorandum des Obersten Rates Nr. 85, S. 48.)

Angesichts einer solch klar definierten Vorgehensweise lässt sich mit Bestimmtheit sagen, dass das JUDÄO-FREIMAURERTUM DER EINZIGE FEIND DER KIRCHE ist. Es lässt sich bei allen antikatholischen Angriffen gegen Klerus oder Laien ausmachen – seien diese nun von Freimaurern angeführt oder gar von Katholiken, deren Glaube aus Furcht, Leidenschaft oder Eigennutz nachgelassen hat.

In seiner Enzyklika „HUMANUM GENUS“ schrieb Papst Leo XIII.:

Es gibt auf der Welt eine gewisse Anzahl von Sekten, die sich zwar dem Anschein nach hinsichtlich Name, Ritus, Form und Ursprung voneinander unterscheiden, jedoch aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Ziele und Grundprinzipien einander gleichen. Tatsächlich sind sie identisch mit der Freimaurerei, die für sie alle den Mittelpunkt bildet, von dem sie ausgehen und auf den sie zulaufen.

Ferner schreibt Papst Leo XIII. in seinem Schreiben an das italienische Volk vom 8. Dezember 1892:

Bedenken wir, dass das Christentum und die Freimaurerei im Wesentlichen unvereinbar sind – und zwar in einem solchen Maße, dass die Verbindung mit der einen Seite die Trennung von der anderen bedeutet. Entlarven wir daher die Freimaurerei als Feindin Gottes, der Kirche und unseres Vaterlandes.

Gegenwärtig (1930) ist es eine Tatsache, dass die beiden Städte des heiligen Augustinus – die STADT DES GUTEN und die STADT DES BÖSEN – getrennt voneinander existieren und jede danach strebt, in der Welt zu herrschen. Die von SATAN beherrschte STADT DES BÖSEN trägt den Namen JUDÄO-FREIMAURERISCHES SYSTEM; unermüdlich verkündet sie allen – Katholiken, Protestanten, Orthodoxen, Freidenkern, Kommunisten und Heiden, ja der ganzen Welt –, dass:

„DER KAMPF GEGEN DAS PAPSTTUM EINE SOZIALE NOTWENDIGKEIT IST UND DIE STÄNDIGE PFLICHT DER FREIMAUREREREI DARSTELLT.“
(Internationaler Freimaurerkongress in Brüssel 1904, Seite 132 des Berichts.)

Die Stadt des Guten und Jesu Christi ist die katholische Kirche; seit über 19 Jahrhunderten verkündet sie – gemäß der Lehre des römischen Papstes – der Welt ihr unveränderliches Glaubensbekenntnis:

ICH GLAUBE AN DIE HEILIGE KATHOLISCHE UND APOSTOLISCHE KIRCHE.

Dies ist das Thema meines Vortrags. Aus einer Gesamtbetrachtung heraus soll eine fundierte Würdigung des Wirkens jener Päpste erwachsen, die sich mit der Sekte der Freimaurerei befasst haben – von ihrem ersten Auftreten im 18. Jahrhundert an. Sie offenbarte ihre antireligiösen und gesellschaftsfeindlichen Aktivitäten sowie ihre Zügellosigkeit und ihre Ziele, die von Anfang an den Tatbestand der Exkommunikation erfüllten. Sie zeigte zudem ihre gewaltige Ausbreitung, die zu der bereits skizzierten Lage führte: der Dualität der Kräfte.

Auf der einen Seite stehen die Kräfte des BÖSEN, die sich im Judäo-Freimaurertum konzentrieren; auf der anderen Seite die Kräfte des GUTEN, vereint in einer Herde unter dem Stab des einen Hirten (des Stellvertreters Jesu Christi), der seit 1738 unablässig zum Schutz der Kirche vor ihrem Todfeind aufgerufen hat – AUCH WENN DIESER AUFRUF VIELFACH VERGEBLICH BLIEB. Umgeben von Ghettos und Freimaurerlogen, inmitten eines Kampfes, der weltweite Ausmaße angenommen hat, haben die Päpste ihren Verteidigungsappell wiederholt und den Platz sowie die Pflicht der Katholiken klar benannt – DOCH ALLZU OFT WURDE DIESER PLATZ VERLASSEN UND DIE PFLICHT AUF SCHÄNDLICHE WEISE VERRATEN.

Auch wenn wir heute eine erschütternde Bestätigung dieser Wahrheiten erleben, so gilt es doch zu bedenken, dass sie bereits von mehreren Päpsten verkündet wurden.

PAPST CLEMENS XII. (1730 bis 1740)

Die 1717 gegründete moderne spekulative Freimaurerei nahm ihre eigentliche Gestalt nach der Veröffentlichung der „CONSTITUTIONS“ (Konstitutionen) durch den Geistlichen Anderson im Jahr 1723 an. Fünfzehn Jahre später, am 28. April 1738, verurteilte Papst Clemens XII. in seiner päpstlichen Konstitution „In Eminenti“ die Freimaurerei als eine gegen Kirche und Staat gerichtete Bewegung. Dies war die Antwort des Papsttums. Dass Kirche und Staat jener Zeit diese Warnung – sei es nur teilweise oder gänzlich – missachteten, erscheint uns als die Urursache all unserer heutigen politischen und religiösen Unruhen.

So sprach Papst Clemens XII.:

Lasset uns über die schweren Übel nachdenken, die gewöhnlich aus derartigen Gesellschaften oder Vereinigungen erwachsen – nicht nur im Hinblick auf den Frieden der weltlichen Staaten, sondern noch vielmehr im Hinblick auf das Seelenheil. Diese Gesellschaften stehen im Widerspruch zu den zivilen und wirtschaftlichen Gesetzen der Staaten.

Um dem weiten Weg zu Freveltaten, die ungestraft begangen werden könnten, Einhalt zu gebieten, sowie aus anderen gerechten und vernünftigen Gründen, die uns zur Kenntnis gelangt sind … haben Wir beschlossen und angeordnet, solche Gesellschaften, Versammlungen, Zusammenkünfte, Konvente, Vereinigungen oder Treffen – seien sie als freimaurerisch bezeichnet oder unter einer anderen Bezeichnung bekannt – zu verurteilen und zu verbieten. WIR VERURTEILEN UND VERBIETEN SIE MIT DIESER UNSERER GEGENWÄRTIGEN KONSTITUTION, DIE ALS FÜR IMMER GÜLTIG ZU BETRACHTEN IST.

Die Verurteilung durch Papst Clemens XII. erstreckt sich jedoch nicht nur auf freimaurerische Sekten, sondern gilt auch für alle Laien, die – obgleich sie keine Mitglieder von als freimaurerisch bezeichneten Gesellschaften sind – diese auf irgendeine Weise begünstigen, wie folgt:

WIR GEBIETEN DEN GLÄUBIGEN, SICH VON JEGLICHEM VERKEHR MIT
DIESEN GESELLSCHAFTEN FERNZUHALTEN … UM DIE EXKOMMUNIKATION ZU VERMEIDEN, WELCHE ALS STRAFE ÜBER ALL JENE VERHÄNGT WIRD, DIE GEGEN DIESE UNSERE ANORDNUNG VERSTOSSEN.“ Niemand – außer im Augenblick des Todes – konnte von dieser Sünde losgesprochen werden, es sei denn durch uns oder den zu jener Zeit amtierenden römischen Papst.

Die Konstitution „In Eminenti“ wurde durch das Edikt von Kardinal Ferrao vom 14. Januar 1739 auf den gesamten Kirchenstaat ausgedehnt.

PAPST BENEDIKT XIV. (1740 bis 1758)

Am 16. März 1751 veröffentlichte Papst Benedikt XIV. die Konstitution „Providas“, in die er den vollen Wortlaut der Bulle „In Eminenti“ seines Vorgängers Clemens XII. aufnahm. Damit wollte er unmissverständlich klarstellen, dass die Verurteilung der Freimaurerei UNWIDERRUFLICH war und sowohl für die ZUKUNFT als auch für die GEGENWART gelten sollte.

Tatsächlich hatte Benedikt XIV. die Freimaurerei bereits zuvor als einen zur Moral im Widerspruch stehenden Bund gebrandmarkt – und zwar im Zusammenhang mit dem „Orden der Glückseligkeit“ (*Ordre de la Félicité*) von Avignon, einer Geheimgesellschaft von Wüstlingen; die Mitglieder dieser Gesellschaft unterhielten sich untereinander in einer Art Jargon, wie er sonst bei Seeleuten üblich war. Der Papst erwähnt dies zweimal in seinem Briefwechsel. Hier gebe ich einige Zeilen aus seinem Schreiben vom 25. März 1744 wieder, das an Kardinal de Tencin gerichtet war, den päpstlichen Gesandten am Hofe König Ludwigs XV.:

„Uns hat aus Avignon die Nachricht erreicht, dass die Freimaurer in Nîmes sowie in Montpellier eine große Veranstaltung abhielten, um neue Anhänger zu gewinnen. Männer und Frauen aus jener Gesellschaft von Avignon nahmen daran teil, und zweifellos werden sie nach ihrer Rückkehr eine Freimaurerloge gründen – so wie sie es einst schon unter dem Namen ‚Gesellschaft der Glückseligkeit‘ versucht hatten; ihr Vorhaben wäre ihnen wohl gelungen, hätte nicht der Eifer des Erzbischofs dies verhindert. Wir wünschen, dass Sie in Unserem Namen bei Seiner Allerchristlichsten Majestät Protest einlegen, auf dass diese die Sekte der Freimaurer in ihren Landen nicht gestatte – eine Sekte, die andere Fürsten aus ihren eigenen Ländern bereits ausgerottet haben.“
(Aus dem Briefwechsel von Papst Benedikt XIV., herausgegeben von Émile de Heckeren.)

Des Weiteren führt Benedikt XIV. in seiner Konstitution „Providas“ sechs Gründe auf, die Papst Clemens XII. dazu bewogen hatten, gegen Geheimgesellschaften vorzugehen; diese sind: 1) der interkonfessionelle (oder interreligiöse) Charakter der Freimaurer; 2) ihre Geheimhaltung; 3) ihr Eid; 4) ihre Haltung gegen Kirche und Staat; 5) das Verbot, das die Staatsoberhäupter mehrerer Länder gegen sie ausgesprochen haben; und 6) ihre Unmoral, die der Papst folgendermaßen charakterisiert:

Diese Vereinigungen sind nach dem Urteil besonnener und rechtschaffener Männer verrufen; ihnen beizutreten, würde zu Übel und Verderbtheit führen.

Schon früh – noch vor dem 18. Jahrhundert und den Bestrebungen der Freimaurerei, die uns in die Schrecken der Französischen Revolution stürzte – war diese Sekte von den Päpsten entlarvt und den Katholiken in ihrer abscheulichen dreifachen Schande bloßgestellt worden: als Gegenmoral, Gegenstaat und vor allem als Gegenkirche. Ein Freimaurer, Br. Limousin, lieferte in der ersten Ausgabe der freimaurerischen Zeitschrift „L’Acacia“ vom Oktober 1902 unter dem Pseudonym „Hiram“ folgende charakteristische Definition:

„Die Freimaurerei ist eine Vereinigung … eine Institution … so heißt es … doch sie ist das keineswegs. Lassen Sie uns alle Schleier lüften, auch auf die Gefahr hin, zahllose Proteste hervorzurufen. DIE FREIMAUREREI IST EINE KIRCHE: Sie ist die Gegenkirche, der Gegen-Katholizismus; sie ist die andere Kirche – die Kirche der HÄRESIE, des Freidenkertums;

„Die katholische Kirche gilt als die Ur-Kirche, die erste Kirche, die Kirche des Dogmatismus und der Orthodoxie.“

PAPST CLEMENS XIII. (1758 bis 1769)

Ich möchte hinzufügen, dass Papst Clemens XIII. im 18. Jahrhundert in einer Anordnung vom Januar 1759 – gerichtet gegen das Werk von Helvetius – hochrangige Freimaurer verurteilte; zudem veröffentlichte dieser Papst am 3. September 1759 seine Konstitution „Ut Primum“, die sich gegen die „Encyclopédie“ von Diderot und d’Alembert richtete.

Schließlich prangerte Papst Clemens XIII. in seiner Enzyklika „Christianae Republicae Salus“ vom 25. November 1766 die Gefahr an, die Kirche und Staat durch die veröffentlichten Werke sogenannter Philosophen drohte. Dies bedeutete, dass sämtliche voltaireschen und freimaurerischen Schriften mit dem Bannfluch belegt wurden, und zwar mit folgenden Worten:

Der Feind allen Guten, so der Papst, hat die böse Saat auf dem Acker des Herrn ausgestreut, und das Unkraut ist rasch gewuchert – so sehr, dass es die Ernte zu vernichten droht. Es ist an der Zeit, es niederzumähen.

In unseren Tagen ist nichts vor den Angriffen der Gottlosen sicher. GOTT SELBST wird zum Ziel ihrer frechen Vermessenheit: Sie stellen IHN als ein WESEN dar, das stumm und träge ist, dem jeglicher Sinn für Vorsehung oder Gerechtigkeit fehlt; sie degradieren IHN auf die Stufe der Tiere. Für sie ist die Materie alles, oder sie beherrscht zumindest alles. Selbst jene unter ihnen, die solche groben Irrtümer ablehnen – was heutzutage jedoch allzu oft vorkommt –, scheuen sich in ihrem Hochmut nicht davor, unsere Geheimnisse zu hinterfragen und alles ausschließlich der eigenen Vernunft zu unterwerfen.

Clemens XIII. legt all jene Schäden der Freimaurerei offen, die zur Zeit der Französischen Revolution bereits das Stadium von Brandfraß (Gangrän) erreicht hatten: Materialismus, Nationalismus, Deismus und sogar Atheismus – letzterer nur höchst unvollkommen verschleiert durch den Begriff des „Großen Baumeisters des Universums“, einer Vorstellung, die letztlich nichts anderes ist als die spontane Entwicklung jener UNIVERSALEN RELIGION, die in den „Konstitutionen“ von Anderson verheißen wurde. In einem letzten, von Sorge erfüllten Appell beschwört der Papst alle Bischöfe der katholischen Welt, ihre Bemühungen mit den seinen zu vereinen und alle christlichen Fürsten zu ersuchen, die Verteidigung der leidenden Kirche in die Hand zu nehmen – „GEMENTIS ECCLESIAE CAUSAM EXPOSCITE“.

Man höre genau hin: Schon 23 Jahre vor 1789 (dem Jahr der Französischen Revolution) vergoss die Kirche Tränen angesichts der Drohungen seitens der Freimaurerei; wer kann für die Annahme bürgen, dass uns noch 23 Jahre bleiben, bevor das judäo-freimaurerische Wirken des 20. Jahrhunderts die Tränen der Kirche um Bluttränen ergänzen wird – ähnlich jenen, die 1793 vergossen wurden? Doch diesmal wird es nicht nur Frankreich betreffen, SONDERN DIE GANZE WELT. Ist dies nicht der Augenblick, erneut von der leidenden Kirche zu sprechen?

PAPST PIUS VI. (1795 bis 1799)

Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts, in dem sich die Freimaurerei 72 Jahre lang auf das Jahr 1789 und das viele Jahre andauernde Blutvergießen vorbereitet hatte, war der Peterssitz von Pius VI. besetzt worden, der im Exil sterben sollte. Seine erste Enzyklika vom 25. Dezember 1775 ist die Anerkennung der Tränen, die er vergossen hat: „Nostrarum Vim Pacrymarum Exquirit“, jene Tränen, die von den sogenannten Philosophen, fanatischen Feinden der Kirche und Lügenprofessoren verursacht wurden. „Magistros Mendacissimos“, Anführer von Sekten des Verderbens, die mit ihrem falschen Glauben in die Sitze der Akademien, in die Häuser der Honoratioren, in die Höfe der Könige und, was noch schrecklicher ist, sogar in das Heiligtum des HERRN eindringen, „Etiam in sanctuarium insinuant“.

Ach! „Diese Sekten des Verderbens“ zogen zur Stunde der Revolution zu viele Mitglieder des regulären und weltlichen Klerus mit sich, deren Namen auf den Listen der Freimaurerlogen stehen: „Corruptio optimi pessima“. Wie steht es heute mit der Situation?

PAPST PIUS VII. (1800 bis 1823)

Wenden wir uns nun dem 19. Jahrhundert zu. Die Kriege der Französischen Revolution und des Kaiserreichs breiteten sich aus und begünstigten die Gründung von Freimaurerlogen (vorwiegend Militärlogen) sowie die rasche europaweite Verbreitung freimaurerischer, umstürzlerischer Ideen.

Papst Pius VII. wurde eines ihrer prominenten Opfer. In voller Kenntnis der Sachlage wandte der Papst daher im September 1821 in seiner Enzyklika „Ecclesiam a Jesu-Christo“ folgende Worte auf die Carbonari an: „SIE KOMMEN IM GEWAND VON SCHAFEN, OBWOHL SIE IN WAHRHEIT NICHTS ANDERES SIND ALS REISSENDE WÖLFE.“

Damit bekräftigte der Papst die bereits von Clemens XII. und Benedikt XIV. gegen die Freimaurer ausgesprochenen Verurteilungen, da diese Propaganda für eine „RELIGIÖSE GLEICHGÜLTIGKEIT“ betreiben, „DIE VON ALLEN AM SCHÄDLICHSTEN IST“; zudem gewähren sie jedem die volle Freiheit, nach eigenen Vorstellungen und Neigungen eine eigene Religion zu begründen; in einigen ihrer abscheulichen Zeremonien entweihen und schänden sie das Leiden unseres Erlösers; sie verachten die Sakramente der Kirche, an deren Stelle sie auf entsetzlich sakrilegische Weise selbst erfundene Sakramente setzen, und sie verspotten die Geheimnisse der katholischen Religion. Schließlich schmieden die Freimaurer – angetrieben von einem besonderen Hass auf den Apostolischen Stuhl und dessen Vorrangstellung – Verschwörungen finsterster und bösartigster Art, um diesen zu stürzen.

Worauf bezieht sich Papst Pius VII., wenn er von der „Verachtung der Sakramente der Kirche“ spricht, wenn nicht auf den freimaurerischen 18. Grad (Rosenkreuzergrad), der eine abscheuliche Parodie auf das Sakrament der Eucharistie darstellt? Was geißelt der Papst, wenn er auf die Ersetzung der Sakramente der Kirche durch freimaurerische Sakramente und die daraus folgenden entsetzlichen Sakrilegien anspielt, wenn nicht die „SCHWARZE MESSE“ und den DIEBSTAHL GEWEIHTER HOSTIEN – jener Hostien, die Freimaurer der höchsten Grade als „heiliges Pfand“ bei sich tragen während der Zeremonie, die der Orgie vorausgeht, in deren Verlauf sie diese auf niederträchtigste, wollüstige Weise schänden?

Warum sollten wir diesem „Antipapismus“ also solche Schläge versetzen? Weil er die ungebrochene Kette der Freimaurerei darstellt und weil der Papst auf Erden der Stellvertreter Jesu Christi ist – dessen Kreuz von den Freimaurern mit Füßen getreten wird –, und weil sie im Verlauf ihrer Riten, beim Einweihungsgrad des 30. Grades, die Tiara des Papstes umstürzen und symbolisch sein Herz durchbohren. Derartige Vorgänge finden bei der Einweihung in den Grad des „Ritters Kadosh“ statt. PAPST PIUS VII. WAR BESTENS INFORMIERT.

PAPST LEO XII. (1823 bis 1829)

Kurz nach seiner Wahl zum Papst veröffentlichte Leo XII. am 13. März 1825 die Enzyklika „Quo Graviora“, in der er die als Freimaurerei bezeichnete Vereinigung sowie alle anderen Geheimbünde verurteilte. In dieser Enzyklika bekräftigte er zunächst die Dekrete seiner Vorgänger Clemens XII., Benedikt XIV. und Pius VII. Deren Appelle waren bei den verschiedenen Regierungen ohne Wirkung geblieben, und Papst Leo XII. schrieb:

Wir haben uns bemüht, die Anzahl und den Einfluss der Geheimbünde zu ermitteln, und mussten feststellen, dass ihre Kühnheit – schon allein aufgrund der vielen neuen Sekten, die sich ihnen angeschlossen haben – zugenommen hat. Besonders unsere Aufmerksamkeit erregte die unter dem Namen ‚Universitaire‘ bekannte Sekte: Sie hat an verschiedenen Universitäten Zentren errichtet, in denen junge Männer – anstatt eine rechte Unterweisung zu erhalten – von einigen Lehrern, die in gewisse ‚Mysterien der Ungerechtigkeit‘ eingeweiht sind, verdorben und zur Begehung von Verbrechen angeleitet werden.

Es sei angemerkt, dass Papst Leo XII. die Unterwanderung des öffentlichen Schulwesens durch die Freimaurerei fürchtete; er schien die verheerenden Auswirkungen vorherzusehen, die die „Einheitsschule“ rasch sowohl über die Kirche als auch über die gesamte Gesellschaft bringen würde.

In seiner Zusammenfassung des Schadens, den diese geheimen Sekten anrichten – was in den von ihren Mitgliedern verfassten Schriften deutlich wird –, schrieb Leo XII.:

Sie haben es gewagt, Schriften über Religion und Staatsangelegenheiten zu veröffentlichen; sie haben ihre Verachtung für Autoritäten, ihren Hass auf die Souveränität sowie ihre Angriffe auf die Göttlichkeit Jesu Christi und die Existenz Gottes offenbart. Sie brüsten sich öffentlich mit ihrem Materialismus sowie mit ihren Satzungen und Statuten, in denen sie ihre Pläne und Bestrebungen darlegen, die rechtmäßigen Staatsoberhäupter zu stürzen und die Kirche vollständig zu zerstören.

Fest steht: Trotz ihrer unterschiedlichen Namen sind all diese Sekten durch die Ähnlichkeit ihrer ruchlosen Pläne miteinander verbunden und vereint.

In diesem Sinne glaubte Papst Leo XII., seiner Pflicht als Oberhirte zu genügen, und verfasste die folgende Passage, die ein helles Licht auf unsere gegenwärtige Lage wirft:

Machen wir uns die Worte unseres Vorgängers, Papst Clemens’ XIII., zu eigen, die dieser in seiner Enzyklika vom 14. September 1758 an alle Patriarchen, Primasse, Erzbischöfe und Bischöfe der katholischen Kirche richtete und in denen er sagte:
Ich beschwöre euch, euch von der Kraft des Geistes Gottes, seiner Weisheit und seiner Tugend durchdringen zu lassen, damit ihr nicht jenen ‚stummen Hunden‘ gleicht, die – unfähig zu bellen – unsere Herden der Gier der auf den Feldern umherstreifenden wilden Tiere preisgeben.

Nichts darf uns bei der Erfüllung unserer Pflicht aufhalten, die uns gebietet, zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen alle Arten von Kämpfen auf uns zu nehmen. Halten wir uns stets das Bild dessen vor Augen, der zu Lebzeiten ebenfalls dem Widerstand der Sünder ausgesetzt war. WENN WIR UNS DURCH DIE DREISTIGKEIT DER BÖSEWICHTE EINSCHÜCHTERN LASSEN, BEDEUTET DAS DAS ENDE DER BISCHÖFLICHEN KRAFT UND AUCH DAS ENDE DER ERHABENEN UND GÖTTLICHEN AUTORITÄT DER KIRCHE; JA, WIR SOLLTEN DEN GEDANKEN, CHRISTEN ZU SEIN, AUFGEBEN, WENN WIR AN DEN PUNKT GELANGT SIND, VOR DEN DROHUNGEN ODER DEN FALLSTRICKEN ZU ZITTERN, DIE UNS VON VERDORBENEN MENSCHEN GELEGT WERDEN.

Leo XII. schließt diese großartige Enzyklika mit der Verurteilung der Freimaurer und den Worten:

Diese Männer sind jenen gleich, denen – wie der Apostel Johannes lehrt – GASTFREUNDSCHAFT UND GRUSS VERWEIGERT WERDEN SOLLEN (2. Johannesbrief, Vers 10). Es sind dieselben Männer, die unsere Väter ohne Zögern als ‚Erstgeborene des Teufels‘ bezeichnet haben.

PAPST PIUS VIII. (1829 bis 1830)

Papst Pius VIII., der Nachfolger Leos XII., erneuerte in seiner Enzyklika „Traditi“, die anlässlich seines Amtsantritts am 21. Mai 1829 veröffentlicht wurde, alle Verurteilungen seiner Vorgänger. Dabei bekräftigte er – wie bereits oben dargelegt –, dass alle freimaurerischen Sekten aus dem „Quell des Verderbens“ hervorgegangen seien. Während seines kurzen Pontifikats wurde in Rom eine neue Loge der „Alta Vendita“ entdeckt; diese war 1828 gegründet worden und stand unter der Leitung von Joseph Picilli als Großmeister. Im Anschluss an Leo XII. erwähnt Pius VIII. insbesondere die sogenannte „Universitaire“-Sekte mit den Worten:

„IHR ZIEL IST ES, DIE JUGEND IN DEN SCHULEN ZU VERDERBEN.“

Und er wendet jene Worte des heiligen Leo des Großen auf die Freimaurer an:

„IHR GESETZ IST DIE UNWAHRHEIT, IHR GOTT IST DER TEUFEL UND IHR KULT IST DIE SCHANDTAT.“

PAPST GREGOR XVI. (1831 bis 1846)

Am 15. August 1832 wandte sich Gregor XVI. in seiner Enzyklika „Mirari vos“ an die gesamte bischöfliche Hierarchie der katholischen Welt und schrieb:

Wahrlich, wir können sagen, dass dies die Stunde ist, die der Macht der Finsternis gewährt wurde, um die Auserwählten wie Weizen zu zerreiben.

Das BÖSE entspringt dem bodenlosen Abgrund des Elends der Geheimgesellschaften – jenen verschwörerischen Bünden, in denen Häresien und Sekten gleichsam in eine Latrine all das ausgekotzt haben, was sie an Zügellosigkeit, Sakrileg und Gotteslästerung in sich trugen.

Nur 18 Tage vor seinem Tod, am 13. Mai 1846, übergab Papst Gregor XVI. Crétineau-Joly die Dokumente der italienischen „Alta Vendita“; dieser Autor veröffentlichte sie 1858 in seinem Buch „L’Église romaine en face de la Révolution“ (Die römische Kirche angesichts der Revolution). Es wäre von größtem Interesse, über eine getreue und vollständige Abschrift jener Manuskripte zu verfügen, die sich zweifellos im Vatikan befinden.

PAPST PIUS IX. (1848 bis 1878)

Fahren wir fort. Das von Cavour, Mazzini und Garibaldi geplante Hauptwerk der jüdisch-freimaurerischen Bestrebungen näherte sich unter dem Pontifikat von Papst Pius IX. seinem Ziel: dem Sturz der weltlichen Macht des Papsttums. Nach den Theorien jener freimaurerischen Sektierer musste ein solcher Verlust zwangsläufig auch den Verlust der geistlichen Macht nach sich ziehen; dementsprechend machte der neue Papst die Geheimbünde für die Verschwörung verantwortlich, als er in der auf seinen Amtsantritt folgenden Enzyklika vom 9. November 1846 schrieb:

Ehrwürdige Brüder,

auch euch sind die ungeheuerlichen Irrtümer und Machenschaften wohlbekannt, derer sich die Kinder dieser Welt bedienen, um einen so gnadenlosen Krieg gegen die katholische Religion, die göttliche Autorität der Kirche und ihre Gesetze zu führen und die Rechte sowohl der kirchlichen als auch der staatlichen Gewalt mit Füßen zu treten: Dies ist das Ziel der verbrecherischen Machenschaften gegen den römischen Stuhl des heiligen Petrus, auf dem Christus das unerschütterliche Fundament SEINER KIRCHE errichtet hat. Dies ist das Ziel jener Geheimbünde, die aus der Finsternis hervorgehen, um schließlich Religion und Staat ins Verderben zu stürzen, und die bereits mehrfach von früheren römischen Päpsten in ihren apostolischen Schreiben mit dem Bann belegt wurden. Wir bestätigen die Bedeutung dieser Schreiben und wünschen, dass sie mit größter Sorgfalt befolgt werden.

Darüber hinaus erneuerte Papst Pius IX. von Gaeta aus – seinem Exilort – in seiner an das Konsistorium vom April 1849 gerichteten Ansprache „Quibus Quantisque“ dieselbe Verurteilung mit folgenden Worten:

Jene abscheulichen Sekten des Verderbens, die für das Seelenheil ebenso verhängnisvoll und zerstörerisch sind wie für das Wohlergehen und den Frieden der weltlichen Gesellschaft, wurden bereits von den römischen Päpsten, unseren Vorgängern, verurteilt; Wir haben sie bereits persönlich in Unserem Rundschreiben vom 9. November 1846, das an alle Bischöfe der katholischen Kirche gerichtet war, verurteilt; doch heute verurteilen, verbieten und belegen Wir sie – kraft Unserer höchsten katholischen Autorität – erneut mit dem Anathema.

Die Konstitutionen gegen die Freimaurerei und die Geheimbünde, auf die sich Papst Pius IX. bezieht, sind jene der Päpste Clemens XII., Benedikt XIV., Leo XII. und Pius VIII.; er fügt sein eigenes Schreiben vom 9. November 1846 (*Qui Pluribus*) hinzu – wie er in seinem Brief an Monsignore Darboy vom 26. Oktober 1865 bezüglich der Trauerfeier für Marschall Magnan, den Großmeister des Freimaurerordens, darlegt – sowie seine Mitteilung an den Bischof von Olinda (Brasilien) vom 29. Mai 1873.

Die von Papst Pius IX. erneuerten Bannsprüche richten sich ganz besonders gegen den SATANISMUS DER GEHEIMBÜNDE. In seiner Enzyklika vom 21. November 1873 bezeichnet der Papst sie als SYNAGOGE SATANS; bereits zuvor hatte er deren Mitglieder scharf verurteilt (Konsistorium vom 9. Dezember 1854) und dabei die Worte Christi verwendet:

„IHR SEID AUS DEM VATER, DEM TEUFEL, UND DIE WERKE EURES VATERS WOLLT IHR TUN.“

Was sind diese Werke? Satan ist von Anbeginn der Welt an ein Lügner und ein Mörder, wie uns unser Herr lehrt. Papst Pius IX. prangerte die große Lüge der sogenannten WEISSEN FREIMAUREREREI in seiner Ansprache „Multiplices inter“ vom 15. September 1865 an, als er sagte:

Um nun dem Wunsch und der Sorge Unseres väterlichen Herzens zu entsprechen, bleibt Uns nur noch, jene Gläubigen, die sich womöglich solchen Sekten angeschlossen haben, zu warnen und zu ermahnen: Sie mögen klügeren Eingebungen folgen und diese bösen Versammlungen verlassen, um nicht in den ABGRUND DES EWIGEN VERDERBENS gerissen zu werden.

Was alle übrigen Gläubigen betrifft, so ermahnen Wir sie – in tiefer Sorge um ihr Seelenheil – eindringlich, sich vor den tückischen Reden jener Sektierer zu hüten, die unter dem Deckmantel der Ehrlichkeit von glühendem Hass gegen die Religion Christi und jede rechtmäßige Autorität erfüllt sind; sie kennen nur einen Gedanken und verfolgen einzig das Ziel, alle göttlichen und menschlichen Rechte zu vernichten.

Mögen sie sich alle dessen voll bewusst sein, dass die Anhänger solcher Sekten jenen Wölfen gleichen, die – wie Unser Herr vorausgesagt hat – im Schafspelz kommen, um die ganze Herde zu verschlingen. Die Gläubigen sollen wissen, dass solche Anhänger zu jenen zu zählen sind, mit denen der Apostel uns den Umgang untersagt und uns sogar geboten hat, ihnen nicht einmal den Gruß zu entbieten.

Ebenso prangerte Papst Pius IX. den satanischen Mordgeist der ROTEN FREIMAUREREREI in einem Schreiben an den Bischof von Olinda (Brasilien) mit folgenden Worten an:

Der satanische Geist der Sekte trat im vergangenen Jahrhundert während der Französischen Revolutionen, die die ganze Welt erschütterten, besonders deutlich zutage.

Solche Umwälzungen bewiesen, dass mit der völligen Auflösung der menschlichen Gesellschaft zu rechnen sei, sofern die Kräfte dieser hochkriminellen Sekte nicht zerschlagen würden.

Jener Brief war auf den 29. Mai 1873 datiert; die seinerzeit jüngste freimaurerische und satanische Revolution war jene, die in Italien dazu geführt hatte, dass Papst Pius IX. zum „Gefangenen des Vatikans“ wurde. Es hat den Anschein, als habe der Heilige Vater einen solchen Ausgang bereits vorausgeahnt, als er seine Klage über das zweifache Scheitern der früheren päpstlichen Verurteilungen der Freimaurerei äußerte (15. September 1865).

Zunächst äußerte er sich wie folgt zum Scheitern des Vorgehens gegen die Freimaurerei:

Die Bemühungen des Apostolischen Stuhls waren jedoch nicht von dem Erfolg gekrönt, der zu erwarten gewesen wäre. Die freimaurerische Sekte, von der wir sprechen, wurde weder besiegt noch gestürzt; im Gegenteil: Die Sekte hat sich derart ausgebreitet, dass sie sich in diesen schwierigen Zeiten überall ungestraft zeigt und ein immer dreisteres Gesicht zur Schau trägt.

Sodann legte der Papst dar, worin das Versagen der katholischen Seite bestand:

Ehrwürdige Brüder,

Wir empfinden tiefen Schmerz und Bitterkeit, wenn wir sehen, dass – obgleich gemäß den Konstitutionen Unserer Vorgänger ein Einschreiten zur Verurteilung dieser freimaurerischen Sekte geboten ist – sich viele von jenen, die aufgrund ihres Amtes und ihrer priesterlichen Pflicht in einer so wichtigen Sache zu äußerster Wachsamkeit und Eifer angehalten wären, leider als gleichgültig und wie schlafend erwiesen haben. Sollten einige unter ihnen der Ansicht sein, dass die unter Androhung des Anathemas gegen die geheimen Sekten sowie deren Anhänger und Eingeweihte erlassenen apostolischen Konstitutionen in jenen Ländern keine Gültigkeit besäßen, in denen die staatlichen Behörden diese Sekten dulden, so unterliegen sie zweifellos einem schweren Irrtum.

Wie Ihr wohl wisst, ehrwürdige Brüder, haben Wir diese falsche und verderbliche Lehre untersagt, und Wir untersagen und verurteilen sie auch heute erneut. Fragen Wir uns doch: Hängt jene höchste Gewalt, ‚die gesamte Herde zu weiden und zu leiten‘ – die dem heiligen Petrus von Jesus übertragen wurde und durch die die römischen Päpste jene oberste Autorität empfingen, die sie in der Kirche auszuüben haben –, von der weltlichen Macht ab? Kann eine solche weltliche Macht sie in irgendeiner Weise einschränken oder in ihre Schranken weisen? Angesichts dieser Umstände und aus Sorge, Unbesonnene – und vor allem die Jugend – könnten irregeführt werden, sowie um zu verhindern, dass Unser Schweigen womöglich als Schutz für den Irrtum ausgelegt wird, haben Wir beschlossen, ehrwürdige Brüder, Unsere apostolische Stimme zu erheben.

Daher bestätigen Wir hiermit vor Euch die Konstitutionen Unserer Vorgänger und verurteilen kraft Unserer apostolischen Autorität diese freimaurerische Gesellschaft sowie alle anderen Gesellschaften gleicher Art, die – wenngleich äußerlich verschieden – doch dasselbe Ziel gegen die Kirche oder die rechtmäßige weltliche Gewalt verfolgen und ständig neu gebildet werden. Es ist Unser Wille, dass alle Christen – gleich welchen Standes, Ranges oder Amtes und auf der ganzen Erde – davon in Kenntnis gesetzt werden, dass die besagten Gesellschaften von Uns untersagt und verurteilt sind und dieselben Strafen und Verurteilungen nach sich ziehen, wie sie in den früheren Konstitutionen Unserer Vorgänger festgelegt wurden.

Zu den verurteilten Gesellschaften sind auch Vereinigungen wie die Liga für Menschenrechte (Ligue des Droits de l’homme) und die Liga für Bildung (Ligue de l’Enseignement) zu zählen.

PAPST LEO XIII. (1878 bis 1903)

Papst Leo XIII., der Nachfolger Pius’ IX., befasste sich – auf Anweisung des Heiligen Offiziums – zunächst am 2. Juli 1878 mit der brasilianischen Freimaurerfrage. Später, am 20. April 1884, veröffentlichte Papst Leo XIII. seine großartige Enzyklika „Humanum Genus“, die an die gesamte Kirche gerichtet war. Indem er erneut die Ausführungen des heiligen Augustinus über die beiden Städte aufgriff, die auf Erden das Reich Gottes und das Reich Satans bilden, beleuchtete der Papst die beträchtliche Ausbreitung der Freimaurerei und schrieb:

Heute scheinen sich die Übeltäter in einer gewaltigen Anstrengung verbündet zu haben, inspiriert und unterstützt von einer mächtig organisierten und weltweit verbreiteten Gesellschaft: der Gesellschaft der Freimaurer. Tatsächlich versuchen diese Menschen nicht einmal mehr, ihre Absichten zu verbergen; vielmehr wetteifern sie geradezu in ihrer Kühnheit, um die erhabene Majestät Gottes anzugreifen.

Nun unternehmen sie es öffentlich und ganz offen, die Heilige Kirche zu ruinieren, um – wenn möglich – die christlichen Nationen vollständig jener Gaben zu berauben, die sie unserem Erlöser Jesus Christus verdanken.

Infolgedessen hat die Sekte der Freimaurer im Laufe anderthalb Jahrhunderte unglaubliche Fortschritte gemacht. Indem sie sich sowohl Kühnheit als auch List zunutze machte, ist die Freimaurerei in alle Ränge der gesellschaftlichen Hierarchie eingedrungen; in den modernen Staaten hat sie begonnen, eine Macht an sich zu reißen, die der Souveränität fast gleichkommt.

Um diese aufschlussreichen Beobachtungen zu untermauern, beruft sich Leo XIII. auf seine Vorgänger und schreibt:

Auf diese Gefahr hat erstmals Papst Clemens XII. im Jahr 1738 hingewiesen; die von jenem Papst erlassene Konstitution wurde von Benedikt XIV. erneuert und bestätigt. Pius VII. trat in die Fußstapfen dieser Päpste, und Papst Leo XII. nahm alle Handlungen und Dekrete der vorangegangenen Päpste zu diesem Thema in seine Apostolische Konstitution ‚Quo graviora‘ auf und bestätigte sie für immer. Auch die Päpste Pius VIII. und Gregor XVI. sowie mehrfach Papst Pius IX. äußerten sich in gleicher Weise.

Während Leo XIII. alle päpstlichen Verurteilungen der Freimaurerei – beginnend mit jenen von Clemens XII. im Jahr 1738 – billigte und bestätigte, legte er zudem die Gründe für dieses Vorgehen ausführlicher dar und nannte als Beweggrund:

Der Grund liegt in der grundlegenden Zielsetzung und dem Geist der freimaurerischen Sekte, die durch die offenkundigen Taten sowie die Kenntnis ihrer Prinzipien, Regeln, Riten und Kommentare – ergänzt durch die Zeugnisse ihrer eigenen Anhänger – in das rechte Licht gerückt wurden …

Es ist von größter Bedeutung, allen Völkern vor Augen zu führen, in welchem Maße die Ereignisse die Weisheit unserer Vorgänger bestätigt haben. Ihre Weitsicht und väterliche Fürsorge führten nicht immer zum gewünschten Erfolg. Dieses Scheitern ist einerseits der Verstellung und List der Mitglieder dieser verderblichen Sekte zuzuschreiben, andererseits aber auch der unbedachten Leichtfertigkeit jener, die eigentlich ein großes Interesse daran hätten haben müssen, die Sekte aufmerksam zu beobachten.

Leo XIII. verweist häufig auf die HEUCHELEI, die der „WEISSEN FREIMAUREREI“ zugrunde liegt, und erwähnt die verhängnisvolle Entwicklung ihrer revolutionären Ziele, die sie zur „ROTEN MAUREREREI“ werden lässt.

Bei aufmerksamer Lektüre offenbart diese Enzyklika auf eindrucksvolle Weise den dreifachen Charakter der Freimaurerei; ihre Ziele sind nämlich:

(1) Gegen-Moral
(2) Gegen-Staat
(3) Gegen-Kirche

1. GEGEN-MORAL

Der Papst beschreibt die freimaurerische Auffassung von Moral folgendermaßen:

Das Einzige, was vor den Augen der Mitglieder der Freimaurersekte Gnade findet und worin sie eine angemessene Unterweisung der Jugend fordern, ist das, was sie ‚bürgerliche Moral‘, unabhängige Moral oder ‚freie Moral‘ nennen – mit anderen Worten: eine Moral, in der religiöse Überzeugungen keinen Platz haben. Diese Moral ist unzureichend, und ihre Auswirkungen sind ihr eigenes Urteil.

Zudem finden sich innerhalb der Freimaurerei Anhänger, die vertreten, man müsse systematisch alle Mittel einsetzen, um die Massen mit Zügellosigkeit und Lastern zu durchtränken; denn ihrer Ansicht nach würden die Völker ihnen dann ganz natürlich in die Hände fallen und zu Werkzeugen werden, die für die Verwirklichung ihrer kühnsten, ruchlosen Pläne benötigt werden. Eine solche Gegen-Moral manifestiert sich in der Zivilehe, der Scheidung, der ‚freien Liebe‘ und einer religionslosen Erziehung der Jugend.

Sie zielt auf die völlige Zerstörung der Grundpfeiler von Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit ab.

Auf diese Weise machen sich die Freimaurer zu Handlangern jener, die wünschen, dass der Mensch – gleich einem Tier – keinerlei andere Richtschnur für sein Handeln kennt als seine eigenen Begierden. Ein solches Vorhaben kann die Menschheit nur entehren und sie auf schmachvolle Weise ins Verderben stürzen.

2. GEGEN-STAAT

Diesbezüglich sah Papst Leo XIII. voraus, dass die Freimaurerei – jene Macht, die einer staatlichen Souveränität gleichkommt und bereits die Stellung eines „Staates im Staate“ einnahm – bald einen Superstaat bilden würde. Aus einer solchen Lage heraus entstand das freimaurerische Dogma der Trennung von Kirche und Staat; daraus gingen auch jene antireligiösen Gesetze hervor, die der Abgeordnete Bethmont (aus dem Département Charente-Inférieure und ehemaliger Präsident des Rechnungshofs) im Jahr 1878 gegenüber Monseigneur Pie, dem Bischof von Poitiers, erläuterte. Der Prälat sagte daraufhin zu ihm: „Mein Herr, ich glaube, Sie wollen den Kampf gegen die Kirche von Neuem entfachen; hegen Sie die Hoffnung, dort Erfolg zu haben, wo Nero, Julian Apostata und Ihre großen Vorfahren der Französischen Revolution von 1793 gescheitert sind?“ Er antwortete:

„Eminenz, auch auf die Gefahr hin, allzu kühn zu erscheinen: Die von Ihnen Genannten wussten nicht recht, wie sie vorgehen sollten. Wir werden es weitaus besser machen. Gewalt gegen die Kirche führt zu nichts; wir werden andere Mittel anwenden. Wir werden eine Verfolgung organisieren, die ebenso klug wie legal ist; wir werden die Kirche mit einem Netz aus Gesetzen, Dekreten und Verordnungen umspinnen, das sie erstickt, ohne dass auch nur ein einziger Tropfen Blut vergossen wird.“

Wer, so darf ich fragen, knüpft diese engmaschigen Netze aus Gesetzen, Dekreten und Verordnungen? Der Staat natürlich – doch es ist ein freimaurerischer Staat, ein religionsfeindlicher Staat, der unter der Macht eines Superstaates steht, welcher gegenwärtig die Welt beherrscht.

Wenn Leo XIII. seine ehrwürdigen Mitbrüder beschwört, ihren Eifer mit seinen eigenen Bemühungen zu vereinen, um „die unreine Ansteckung jenes Giftes zu vernichten, das in den Adern der menschlichen Gesellschaft fließt und einen Zustand völliger Infektion verursacht“, so denkt man mit einem Gefühl der Angst an das Todesurteil, das in den „Protokollen der Weisen von Zion“ (*) über die Menschheit verhängt wurde. „Als wir das Gift des Liberalismus in den Staatsorganismus einführten, wandelte sich dessen gesamtes politisches Wesen. Die Staaten wurden von einer tödlichen Krankheit befallen – der Blutvergiftung. Nun bleibt nur noch, das Ende ihres Todeskampfes abzuwarten.“

(*) siehe den Artikel: Ein katholischer Kommentar zu den „Protokollen der Weisen von Zion“ – Jouin, 1932

Während die Staaten also einer Weltrepublik zustreben, entwickelt sich der Superstaat zu einer unbezwingbaren Diktatur, die sie nach eigenem Gutdünken entweder zermalmt oder gründlich infiziert; dieser Superstaat trägt den Namen Jüdische Freimaurerei.

3. GEGEN-KIRCHE

Das oberste Ziel der Sekte ist daher – wie von den Päpsten dargelegt – nichts Geringeres als die völlige Zerstörung der Kirche und des Papsttums. Papst Leo XIII. unterstreicht nachdrücklich diese unerbittliche Konsequenz und erklärt:

Da die eigentliche und ureigene Mission der katholischen Kirche darin besteht, die unverfälschte Reinheit der von Gott geoffenbarten Lehren sowie die für deren Verkündigung eingesetzte Autorität und die übrigen von Gott verliehenen Mittel zum Heil der Menschheit zu bewahren, ist es unvermeidlich, dass sich der Hauptwiderstand und die heftigsten Angriffe der Sekte gegen die Kirche richten … Daher verfolgt die Sekte – selbst um den Preis langwieriger und hartnäckiger Bemühungen – das Ziel, die Lehre und Autorität der Kirche in der Bevölkerung zunichtezumachen. …

Die Feindseligkeit der Sektenanhänger gegenüber dem Apostolischen Stuhl des Römischen Papstes hat an Intensität zugenommen … bis die Übeltäter nun jenes Ziel erreicht haben, das sie mit ihren bösen Plänen lange verfolgten: nämlich die Verkündung, der Augenblick sei gekommen, die heilige Macht des Römischen Papstes zu unterdrücken und das von Gott eingesetzte Papsttum gänzlich zu zerstören.

Schließlich entlarvt Leo XIII. den Satanismus des jüdisch geprägten Freimaurertums mit folgenden Worten:

Die von uns dargelegten Tatsachen werfen ein hinreichendes Licht auf die innere Verfassung der Freimaurer und zeigen deutlich den Weg auf, den sie beschreiten, um ihr Ziel zu erreichen. Ihre Hauptdogmen stehen in so völligem und offenkundigem Widerspruch zur gesunden Vernunft, dass man sich kaum eine tiefere Perversion vorstellen kann. Ist es in der Tat nicht der Gipfel des Wahnsinns und der dreistesten Gottlosigkeit, sich anmaßen zu wollen, die von Gott selbst gestiftete und unter seinem ewigen Schutz stehende Religion und Kirche zu zerstören – und sie nach 18 Jahrhunderten durch die Bräuche und Institutionen der Heiden ersetzen zu wollen?

Nicht weniger entsetzlich und schwer zu ertragen ist es, mitanzusehen, wie jene Gaben verworfen werden, die Jesus Christus in seiner Barmherzigkeit zunächst einzelnen Menschen und sodann der Menschheit – sowohl in Familien als auch in Völkern vereint – verliehen hat. Selbst die Feinde des Christentums erkennen den unschätzbaren Wert dieser Gaben an.

Es ist unbestreitbar, dass sich in diesem törichten und verbrecherischen Vorhaben jener unerbittliche Hass und jene Rachsucht deutlich erkennen lassen, mit denen Satan gegen Jesus Christus vorgeht. Wir weigern uns, den Befehlen solch gottloser Gebieter zu folgen, die die Namen Satans und aller bösen Leidenschaften tragen.

PAPST PIUS X. (1903 bis 1914)

Papst Pius X., der Nachfolger von Papst Leo Er forderte das polnische Volk auf, sich keiner Verschwörung der böswilligen Sekten anzuschließen.

Später richtete er an die Gläubigen Frankreichs mit folgenden Worten tröstende Worte:

Und nun sprechen Wir zu Ihnen, Katholiken Frankreichs. Mögen Unsere Worte Sie erreichen als Zeugnis des zarten Gefühls Unserer Liebe zu Ihrem Land und als Trost inmitten der schrecklichen Katastrophen, die Sie durchmachen müssen. Sie sind sich des selbstgesteckten Ziels der gottlosen Sektierer bewusst, die Sie unter ihrem Joch unterworfen haben. Mit zynischer Kühnheit verkündeten sie selbst ihr Ziel, das „AUFRUHIGER KATHOLIZISMUS“ war IN FRANKREICH: Sie wollen aus euren Herzen die letzte Wurzel ausrotten, den GLAUBEN, der eurem Vaterland inmitten aller anderen Nationen Wohlstand und Größe gebracht hat; der GLAUBE, der euch in den Stunden eurer Trübsal stützen wird, der euch den Weg zum ewigen Glück ebnet VERTEIDIGT.

Abschließend bekräftigt Pius X. mit lauter Stimme:

„Es ist nicht die Kirche, die den Standard zuerst erhöht hat, sie hat dies nur getan, weil der Krieg dazu geführt hat gegen sie erklärt worden.

In den letzten 25 Jahren musste sie nur den Kampf ertragen. Das ist die Wahrheit. Erklärungen, die tausendmal in der Presse auf Kongressen, auf Freimaurerkongressen und in den Parlamentssälen veröffentlicht und wiederveröffentlicht wurden, sind an sich schon ein Beweis dafür, dass Angriffe gegen die Kirche schrittweise geführt wurden systematisch. Solche Tatsachen können nicht geleugnet werden und bloße Worte können ihnen nichts entgegensetzen. (Aus dem Brief von Papst Pius X. an Frankreich vom 6. Januar 1907.)

Im Grunde ebenso wie seine Vorgänger prangert Pius X. die Machenschaften der Gegenkirche an; überdies benennt er in seinem Schreiben zur Verurteilung des „Sillon“ ausdrücklich die Freimaurerlogen mit folgenden Worten:

Wir alle kennen die Höhlen der Dunkelheit, in denen diese verderblichen Lehren ausgearbeitet werden, nur allzu gut … Ein klarer Geist sollte sich nicht von ihnen verführen lassen.“ (Aus dem Brief von Pius X. an den französischen Episkopat vom 25. August 1910.)

PAPST BENEDIKT XV. (1914 bis 1922)

Krieg, Waffenstillstand und Frieden – all dies fiel in das Pontifikat Benedikts XV. Im Zusammenhang mit unserer eigenen Sichtweise auf das Judäo-Freimaurertum müssen wir auf die päpstliche Verurteilung des Buches von Ludovic Keller hinweisen:

Le Basi Spirituali Della Massoneria E La Vita Pubblica“ (Die geistigen Grundlagen der Freimaurerei und das öffentliche Leben), erschienen 1915. Dieses Buch wurde am 15. Juni 1916 verurteilt. Zudem mahnte ein Schreiben des Heiligen Offiziums des Vatikans an die Ordinarien zur Wachsamkeit angesichts neuer, spezifischer Machenschaften antikirchlicher Vereinigungen, die sich gegen den Glauben richteten. Bei der besonders hervorgehobenen Vereinigung handelt es sich um den Y.M.C.A. (Young Men’s Christian Association), der in der „Revue Internationale des Sociétés Secrètes“ wiederholt als im Grunde freimaurerisch eingestuft wurde.

Das Schreiben des Heiligen Offiziums vom 5. November 1920 hebt insbesondere hervor, dass der Y.M.C.A. laut seiner Grundsatzerklärung

beabsichtigt, das wahre Leben zu läutern und eine vollkommenere Erkenntnis desselben zu verbreiten, indem er sich über alle Kirchen und außerhalb jeglicher religiöser Jurisdiktion stellt.

Ein solcher antiklerikaler Transzendentalismus ist nichts anderes als eine Erscheinungsform des Judäo-Freimaurertums.

Des Weiteren sind auf der Innenseite des Umschlags unserer „Revue Internationale des Sociétés Secrètes“ zwei an mich gerichtete Schreiben des Heiligen Stuhls abgedruckt; sie bestätigen die Haltung, die Papst Benedikt XV. zur Freimaurerei einnahm – eine Haltung, die jene Verurteilungen bekräftigte, welche bereits von seinen Vorgängern seit Papst Clemens XII. ausgesprochen worden waren.

Die beiden Schreiben aus dem Vatikan werden hier wiedergegeben.

1. Von Papst Benedikt XV. an Monsignore Jouin:

„Geliebter Sohn – Gruß und Apostolischer Segen. Die herausragenden Tugenden, die Sie im Laufe Ihrer langen priesterlichen Laufbahn in so glänzendem Licht bewiesen haben, sowie die hohe Wertschätzung, die Ihnen unser ehrwürdiger Bruder Januarius Granito di Belmonte – Kardinal der Heiligen Römischen Kirche und Bischof von Albano – sowie der Kardinal-Erzbischof von Paris entgegenbringen, haben uns zu dem Entschluss bewogen, Ihnen eine besondere Ehrung zuteilwerden zu lassen.

Wir wissen, dass Sie die Pflichten Ihres heiligen Amtes auf vorbildliche Weise erfüllen, dass Ihnen das ewige Heil der Gläubigen zutiefst am Herzen liegt und dass Sie mit Beständigkeit und Mut für die Rechte der katholischen Kirche eingetreten sind – dies sogar unter Einsatz Ihres eigenen Lebens. Sie haben gegen die Feinde der Religion gewirkt, und wir wissen, dass Sie weder Mühe noch Kosten scheuen, um Ihre bedeutenden Schriften zu diesen Fragen unter dem Volk zu verbreiten …“

2. Schreiben Seiner Eminenz Kardinal Gasparri an Monsignore Jouin vom 20. Juni 1919. Vom Staatssekretariat Seiner Heiligkeit.

„Der Heilige Vater hat mit väterlichem Wohlwollen die Widmung Ihrer neuen Studie ‚La guerre maçonnique‘ (Der Freimaurerkrieg) entgegengenommen.“

„Mit sicherem Urteilsvermögen haben Sie sich in Ihrem Werk bemüht, mittels Dokumentation und unwiderlegbarer Beweise Licht auf die untaugliche und im Wesentlichen antikatholische Lehre der Freimaurerei zu werfen – eine Lehre, die dem aus der Reformation hervorgegangenen Deismus entspringt; eine Lehre, die, wie heute offenkundig ist, verhängnisvollerweise zur direkten Leugnung Gottes, zum gesellschaftlichen Atheismus, zu gottloser Lehre und Gottlosigkeit führt und den Völkern schweren Schaden zufügt; sie zielt darauf ab, aus jeder Gemeinschaft jede Spur von Religion und jede kirchliche Vermittlung zu entfernen.

Vor allem haben Sie – ungeachtet all jener Lügen, die bisweilen selbst Katholiken täuschen – mit Sorgfalt und besonderer Klarheit die überall und zu jeder Zeit erkennbare Identität der Freimaurerei sowie die Kontinuität der von den Sekten verfolgten Pläne aufgezeigt, deren eigentliches Ziel die Zerstörung der katholischen Kirche ist.

Seine Heiligkeit freut sich, Ihnen zu gratulieren und Ihr Werk zu würdigen, dessen Einfluss überaus segensreich sein kann. Es vermag die Gläubigen zur Wachsamkeit anzuhalten und ihnen zu helfen, wirksam gegen all jene Bestrebungen zu kämpfen, die auf die Zerstörung der gesellschaftlichen Ordnung wie auch der Religion abzielen.

Als Zeichen der Ihnen zuteilgewordenen himmlischen Gaben und als Zeugnis seines väterlichen Wohlwollens erteilt Ihnen der Heilige Vater von Herzen den Apostolischen Segen.

Indem ich Ihnen auch für das Exemplar Ihres Buches danke, das Sie mir freundlicherweise haben zukommen lassen, und Ihnen meine persönlichen Glückwünsche übermittle, versichere ich Sie, Monseigneur, meiner tiefen Verbundenheit.

P. Kardinal Gasparri.“

PAPST PIUS XI. (ab 1922)

Zum ersten Mal findet sich das Wort „Laizismus“ (was eine religionsfeindliche Lehre bedeutet) in einem päpstlichen Dokument; es ist das verhängnisvolle und angestrebte Ergebnis sowohl der freimaurerischen Lehre als auch ihres direkten Wirkens. Diese Tatsache erlaubt es mir, der Liste all jener Päpste, die das Jüd-Freimaurertum anprangerten und verurteilten, den Namen unseres heutigen Papstes, Pius XI., hinzuzufügen. In seiner Enzyklika „Maximum gravissimamque“ vom 18. Juli 1924 hat der Papst seine Stimme mit aller Deutlichkeit gegen den „Laizismus“ (religionsfeindliche Lehre) erhoben, und zwar mit folgenden Worten:

Was auch immer Pius X. verurteilt hat, das verurteilen auch Wir. Wann immer das Wort ‚Laizismus‘ (religionsfeindliche Lehre) verwendet wird, um ein Gefühl oder eine Absicht auszudrücken, die Gott oder der Religion zuwiderlaufen oder ihr fremd sind, verurteilen Wir es. Wir missbilligen diesen ‚Laizismus‘ voll und ganz und erklären offen, dass er missbilligt werden muss.

Was mich persönlich betrifft: Während der Privataudienz, die mir Seine Heiligkeit Pius XI. am 16. November 1923 gewährte, forderte er mich auf, meinen Kampf gegen die Freimaurerei fortzusetzen, denn, so sagte er:

„DIE FREIMAURER-LOGE IST UNSER TODFEIND.“

Als ich später an die freundlichen Worte erinnerte, die Papst Benedikt XV. im Dekret „Praestantes“ an mich gerichtet hatte –

„MIT BESTÄNDIGKEIT UND MUT HABEN SIE DIE RECHTE DER KATHOLISCHEN KIRCHE VERTEIDIGT, UND ZWAR UNTER EINSATZ IHRES LEBENS.“

– und hinzufügte, dass ich bislang noch kein Opfer der Freimaurer geworden sei, antwortete Seine Heiligkeit väterlich:

„Hat nicht der heilige Augustinus, der Schutzpatron Ihrer Pfarrei in Paris ist, von den Märtyrern der Feder gesprochen?“ (Die Pfarrei, deren Vorsteher Monseigneur Jouin viele Jahre lang bis zu seinem Tod war, trug den Namen Sankt Augustin.)

Eine derartige Verurteilung des Laizismus sowie die Ermutigungen, die mir zuteilwurden, den Kampf gegen die Freimaurerei fortzusetzen, bestätigen die päpstlichen Verurteilungen, die seit Papst Clemens XII. ausgesprochen wurden; sie stehen zudem im Einklang mit den inspirierten Worten Papst Leos XIII.:

„IM BEREICH DES SEELENHEILS GIBT ES KEINEN MITTELWEG: ENTWEDER MAN BESCHREITET DEN WEG DES VERDERBENS, ODER MAN KÄMPFT OHNE EINSCHRÄNKUNG BIS ZUM ÄUSSERSTEN.“

Unsere Schlussfolgerung lässt sich daher in zwei Worten zusammenfassen: Einheit von Ziel und Auffassung sowie Einheit des Handelns, wie sie die Päpste gegenüber der Freimaurerei an den Tag gelegt haben. Fünfzehn Jahre nach der Veröffentlichung der Anderson-Konstitutionen im Jahr 1723 erschien die Konstitution „In Eminenti“ von Papst Clemens XII. (28. April 1738). Gibt es in der Geschichte der Kirche eine Häresie, die auf eine derart rasche Verurteilung stieß?

Eine weitere ebenso bemerkenswerte Tatsache ist, dass alle Päpste ihre hintergründigen Verurteilungen auf diesen päpstlichen Akt von Clemens Obwohl unvollständig, folgt hier eine Liste von Dokumente als Nachweis:

Clemens XII. In Eminenti, 28. April 1738

Benedikt XIV. Providas Lärche 16, 1751

Clemens XIII. A. Quodie, 14. September 1758
Clemens XIII. Ut Primum 3. September 1759
Clemens XIII. Christianae Reipublicae Salus 25. November 1766

Pius VI. Inscrutabile 25. Dezember 1775

Pius VII. Ecclesiam a Jesu Christo, 14. September 1820

Leo XII. Quo Graviora Lärche 13, 1826

Pius VIII. Traditi 21. Mai 1829

Gregor XVI. Mirari Vos 15. August 1832

Pius IX. Qui Pluribus 9. November 1846
Pius IX. Omnibus Quantisque, 20. April 1849
Pius IX. multipliziert Inter am 25. September 1865

Leo XIII. Humanum Genus 20. April 1884
Leos XIII. Brief an das italienische Episkopat vom 8. Dezember 1892
Leo XIII. Brief an das italienische Volk, 8. Dezember 1892

Pius X. Vehementer, 11. Februar 1906
Pius X. Brief an Frankreich vom 6. Januar 1907

Hinzu kommt die Verurteilung des Y.M.C.A. Man denke an das Heilige Offizium vom 5. November 1920 sowie an das von Papst Benedikt XV. unterzeichnete Dekret, durch das ich zum Prälaten ernannt wurde, gefolgt von dem Schreiben Kardinal Gasparris, in dem er mein Buch *Guerre Maçonnique* (Freimaurerkrieg) lobte. Man erinnere sich sodann an die Enzyklika Seiner Heiligkeit Pius’ XI. gegen die gottlose Lehre an Schulen und an seine Ermutigung, meinen Kampf gegen das Jüdisch-Freimaurerische fortzusetzen – so hat man eine Kette vor Augen, deren Glieder untrennbar miteinander verbunden sind.

Gerade diese Einheit der Standpunkte beweist, dass das Papsttum nur eine Stimme hat und die richterliche Instanz für jene Vereinigungen darstellt, die tatsächlich das Gesamte des Judäo-Freimaurerischen bilden.

Auch die Einheit im Handeln der Päpste ist beachtenswert. SEIT 1738 haben alle Päpste die große Hure des 20. Jahrhunderts angeprangert, gebrandmarkt und verurteilt – jenen „Quell des Verderbens“, jenen „bodenlosen Abgrund des Elends“, der von jenen verschwörerischen Gesellschaften ausgehoben wurde, in die – man kann es so sagen – Häresien und Sekten all das an Sakrileg und Gotteslästerung ausgekotzt haben, was sie in ihrem Inneren trugen. (Das Obige stammt von Leo XIII.)

SEIT 1738 haben alle Päpste jenen Staatsfeind angeprangert, gebrandmarkt und verurteilt, der – nach den Worten Papst Leos XIII. – bereits im vergangenen Jahrhundert eine Macht besaß, die fast einer „SOUVERÄNITÄT“ gleichkam, und der sich heute als Superstaat bezeichnet.

SEIT 1738 haben alle Päpste den Feind der Kirche angeprangert, gebrandmarkt und verurteilt – die Gegenkirche –, deren erklärtes Ziel es ist:

„DIE WELT ZU ENTKATHOLISIEREN“

Sie trachtet danach, auf der Asche der christlichen Zivilisation die heidnische Barbarei wieder aufzubauen und auf den Ruinen des Papsttums die Weltherrschaft Israels zu errichten; zudem will sie als Zeichen ihres Sieges über dem gestürzten Thron Jesu Christi den Thron Satans selbst aufrichten.

SEIT 1738 haben alle Päpste das angeprangert, gebrandmarkt und verurteilt, was sich inzwischen zur weltweiten Entwicklung des Jüd-Freimaurertums ausgewachsen hat – einer Macht, die heute auf Erden eingesteht, dass sie nur einen einzigen Gegner hat: die katholische Kirche, deren Todeskampf sie nun miterlebt.

Doch ebenso beklagen die Päpste die Gleichgültigkeit jener Katholiken, die ihre stillen Tränen nicht sehen und ihre herzzerreißenden Appelle missachten; sie bilden eine gleichgültige und schlafende Schar, eine Kette stummer, verängstigter Hunde, von denen Papst Clemens XIII. sagte:

„Wir lassen uns von der Kühnheit der Übeltäter erschüttern; dann ist die bischöfliche Kraft am Ende; die erhabene und göttliche Autorität der Kirche nicht mehr …

… existiert nicht mehr; es ist dann zwecklos, uns als Christen zu betrachten, wenn wir so tief gesunken sind, vor den Drohungen und den Fallstricken der Bösen zu zittern.

In dem Bestreben, weder gleichgültig noch schlafend – und schon gar nicht ein „stummer Hund“ in der streitenden Kirche – zu sein, sondern vielmehr, wenn auch aus der Ferne, mit den „Hunden des Herrn“ (den *Domini canes* oder Dominikanern) verbunden zu bleiben – jenen, von denen Jeanne d’Aza, die Mutter des heiligen Dominikus, im 13. Jahrhundert während des Kampfes der Kirche gegen die Albigenser sprach; und um auch nicht zu jenen Feiglingen gezählt zu werden, die vom Schlachtfeld fliehen – über die die heilige Bernadette angesichts des deutschen Einmarsches in Frankreich im Jahr 1870 sagte: „Ich fürchte nur die schlechten Christen“ –:

Aus diesen Gründen habe ich die „Revue Internationale des Sociétés Secrètes“ gegründet. Ich möchte heute auch all jenen Mitstreitern danken, die sich in diesem Kampf – sei es durch Arbeit oder durch Gebet – meinen bescheidenen, aber beharrlichen Bemühungen angeschlossen haben.

Ja! Bleiben wir als Mitglieder der Liga des heiligen Michael im Gebet für die Bekehrung von Freimaurern und Juden vereint. Seien wir vereint in unserem Bemühen, der übereinstimmenden Stimme der Päpste zu folgen, um – soweit es in unserer Macht steht – die judäo-freimaurerische Sekte zu vernichten. Wann wird dies geschehen? Zu Gottes eigener Stunde, die sehr nahe zu sein scheint. Was lässt sich gegen diese Weltmacht unternehmen?

ALLES!

In der Kraft Dessen, der auf Seiner Schulter das unbesiegbare Zeichen Seiner Macht trägt; wir können alles vollbringen in der Kraft Dessen, der die Welt christianisiert hat und den das Judäo-Freimaurertum letztlich weder entchristianisieren noch wieder heidnisch machen kann – ja! Wir können alles vollbringen in der Kraft Dessen, dessen Heiliges Grab oder dessen Petersdom in Rom nicht durch die Schatten verdunkelt werden können, die von den Freimaurerlogen ausgehen – die kabbalistischen Geheimnisse der Ghettos werden nicht ein Jota am Evangelium oder am Glaubensbekenntnis ändern; die Anhäufung von Gold in den Händen der HOCHFINANZ wird niemals das Gewissen des Stellvertreters Christi im Vatikan kaufen können.

Vade Satana! Weiche hinter mich, Satan, mit deinen Legionen rebellischer Engel, mit deinen frühen Werkzeugen der Ungerechtigkeit, den Judäo-Freimaurern!

Christus ist nahe! Heute kommt Er!
Morgen wird Er hier sein!

Sagen wir also, den Worten des heiligen Augustinus folgend: DICAMUS IN FIDE – sagen wir es in der ganzen Kraft unseres Glaubens; DICAMUS IN SPE – sagen wir es in der Stärke unserer Hoffnung; DICAMUS FLAGRANTISSIMA CARITATE – sagen wir es in der glühenden Inbrunst unserer Nächstenliebe:

WENN GOTT MIT UNS IST, WER KANN GEGEN UNS BESTEHEN?
(Si Deus Pro Nobis, Quis Contra Nos?)

GOTT IST MIT UNS in diesem Kampf, der unser Kampf ist: der Kampf des PAPSTTUMS gegen das JUDÄO-FREIMAURERTUM.

Rat und Weisheit der Väter und Kirchenlehrer der christlichen Kirche im Laufe der Jahrhunderte:

  • Die Wahrheit hat ihre Grenzen. Doch das Böse und die Falschheit vermehren sich endlos; und je mehr man ihnen nachgeht, desto mehr Irrtümer bringen sie hervor. – Hl. Hieronymus
  • Dem Irrtum nicht zu widersprechen, heißt ihn gutheißen; die Wahrheit nicht zu verteidigen, heißt sie unterdrücken; und es ist wahrlich keine geringere Sünde, es zu unterlassen, böse Menschen in die Schranken zu weisen – wenn man es vermag –, als sie darin zu bestärken. – Papst Felix III.
  • Wer ein Übel beheben kann und es unterlässt, macht sich daran mitschuldig. – Hl. Gregor
  • Wer einen anderen im Irrtum sieht und nicht versucht, ihn zu berichtigen, beweist damit, dass er selbst im Irrtum ist. – Papst Leo I.
  • Wir streben nicht nach einem Sieg über unsere Gegner, sondern nur danach, dass die Wahrheit über die Falschheit triumphiert. – Hl. Hieronymus
  • Es ist besser, dass Ärgernis entsteht, als dass die Wahrheit verschwiegen wird. – Hl. Gregor der Große

Quelle:Papsttum und Freimaurerei Rede von Monseigneur Jouin vom 8. Dezember 1930, Erstdruck 1955 – https://archive.org/details/papacyfreemasonr00joui

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Tags: Freimaurerei
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